Fabienne Anthamatten, Inhaberin des Dreistern-superior Hotels Bella Vista in Zermatt, führt den Familienbetrieb in dritter Generation seit neun Jahren. Seit diesem Winter hat sie mit Céline Bader eine neue Hotelmanagerin an ihrer Seite. Das Thema «Enkeltauglichkeit» - in Bezug auf das nachhaltige Konzept, aber auch auf nachhaltige Beziehungen zu den Gästen – steht auch in Zukunft im Fokus.
In Zermatt am Riedweg 15 steht das Hotel Bella Vista – heimelig, familiär und einladend. Es wurde bereits von den Grosseltern von Fabienne Anthamatten 1962 gegründet. Über Generationen hinweg hat die Familie Perren/Götzenberger das Hotel zu einem zweiten Zuhause für unzählige Stammgäste gemacht und in Zermatt einen Platz der Erholung geschaffen.
Dieser Platz erfreut die Gäste damals wie heute: mit direktem Blick auf das Matterhorn, 21 Zimmern, einem unerkenntlichen Frühstücksbuffet und handgemachten Köstlichkeiten, einem weitläufigen Spa-Bereich und dem Wunsch nach «back to the roots» hat sich das authentische Hotelchalet als Wohlfühloase etabliert.
Fabienne Anthamatten hat das Hotel vor rund neun Jahren übernommen, seither geführt und ganz besonders nachhaltig geprägt. Mit viel Sorgfältigkeit und Effort hat sie ökonomische wie ökologische Aspekte in einem stetigen Prozess optimiert und so ein nachhaltiges Konzept geschaffen. Zero waste lautet das Kredo nicht nur in der Küche, wo immer möglich wird mit natürlichen Materialien gearbeitet, Ressourcen geschont, selbst zubereitet statt gekauft und Lokalität wie Regionalität grossgeschrieben.
Fabienne, welche als Kind bereits im Hotel ihrer Eltern aufgewachsen ist, hatte von klein auf eine besondere Verbindung zur Natur. Mit ihrem Mann, ihrem 5-jährigen Sohn und ihrer 3-jährigen Tochter verbringt sie am liebsten Zeit draussen – diese Wertschätzung für die Natur spiegelt sich im Bella Vista wider.
In den letzten Jahren hat die Eigentümerin das Hotel stetig modernisiert. Die Zimmer wurden umgebaut, der Ausbau des Wellnessbereichs war ihre Diplomarbeit an der Hotelfachschule. Das Hotel hat sich sein superior-Abzeichen verdient und einen zeitgemässen Standard erreicht: «Damit haben wir einen Ort der Erholung geschaffen», so Fabienne.
Fernab von der Bahnhofstrasse und trotzdem am Puls des Dorfes, ist das Bella Vista prädestiniert für Ruhesuchende. So sind es insbesondere Langzeitaufenthalter:innen und Stammgäste, welche den Ort für sich entdeckt und lieben gelernt haben. Auch in Zukunft soll das Bella Vista ein Erholungsort in der Natur bleiben, bei welchem sich die Gäste eine harmonische Auszeit inmitten eines herzlichen Ambientes nehmen dürfen.
Nach neun Jahren hat sich Fabienne vergangenen Sommer entschieden, das Management des Hotels abzugeben.
Der Entscheid für diesen Schritt kam für Fabienne Anthamatten aus persönlichen Gründen: «Die Vereinbarung zwischen Familie und Job war ein wichtiger Faktor. Dass mein Mann in seinem Beruf ebenfalls sehr engagiert ist, hat meine Entscheidung, im Hotel kürzer zu treten, verstärkt.»
Lange habe Fabienne überlegt, was die beste Lösung für das Hotel und sie selbst sein könnte. Schliesslich hat sie sich den Rat einer nahestehenden Person zu Herzen genommen – nämlich, den Job als Managerin einer anderen Person zu überlassen.
Diese Person hat Fabienne denn auch gefunden: Céline Bader hat im November ihre Stelle als Hotelmanagerin im Bella Vista begonnen.
Der Entscheid sei für sie schnell klar gewesen: «Céline ist offen und herzlich – genau wie es unser Hotel auch ist. Ihre Haltung und Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit stimmt mit unserer Vorstellung überein. Anhand ihrer Motivation merkt man bereits jetzt, dass das Bella Vista eine Herzensangelegenheit ist und dass sie als Mensch in dieser Position am richtigen Ort ist. Dieses Gefühl und auch das Vertrauen hat für mich 100% gestimmt – und ist auch in den letzten Wochen so bestätigt worden.»
Für Céline ist die neue Stelle im Bella Vista ebenso eine neue Herausforderung. Sie arbeitete zuvor als Marketingfachfrau, etwa bei Grächen Tourismus oder der Air Zermatt AG. In Zermatt wohnt sie seit vier Jahren. «Ich gehe sehr motiviert an meine neue Aufgabe heran. Das Hotel strahlt so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit aus -dieses Gefühl möchte auch ich in Zukunft unseren Gästen vermitteln. Es ist mir eine Freude, dass ich diesen besonderen Ort nun mitprägen darf.»
In den Augen beider hat das Hotel enorm viel Potenzial. Dieses hat sich zwar klar positioniert und der Kurs ist definiert, dennoch gibt es zahlreiche Ideen und Projekte für das neue Jahr. Céline sieht dies als grosse Chance, sich im Hotel entfalten zu können: «Ich hatte von Beginn an viel Spielraum erhalten. Das befeuert mich zusätzlich, Neues anzugehen.»
Die letzten Wochen im Hotel waren intensiv, insbesondere über die Feiertage. Céline zieht positive Bilanz: «Es ging darum, den Gästen während dem Peak der Saison den schönst möglichen Aufenthalt zu bieten. Obwohl sich jeder Mitarbeitende neu in seiner Aufgabe zurechtfinden und alle als Team zusammenfinden mussten, ist uns dies gelungen und wir ziehen an einem Strang– das macht mich sehr happy.»
Ganz von der Bildfläche wird auch Fabienne nicht verschwinden: «Ich liebe es, zu optimieren, das Hotel kritisch anzuschauen und zu hinterfragen, welche Massnahmen Sinn machen und was man noch verbessern kann. Deshalb bin ich weiterhin für die infrastrukturelle Weiterentwicklung und die Bauleitung bei Renovationen verantwortlich, damit das Haus in Bezug auf den Unterhalt einwandfrei bleibt.
Auch sonst treffe man Fabienne im Hotel an – mal für einen Kaffee auf der Terrasse oder für einen Schwatz beim Frühstücksbuffet: «Ich kenne die Gäste und das Team und möchte diese Menschen weiterhin begleiten dürfen – wenn auch jetzt auf eine etwas andere Art.»